| September 2011 |
| Der Wrangelkiezwanderer - 2011 | |||
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So, die Sommerpause ist vorbei - und wir machen dort weiter, wo wir das letzte Mal aufgehört hatten: Gestern (04.09.2011) war das Haus in der Schlesischen Straße 25 wieder besetzt. Die Polizei war flink vor Ort, wie auch die Schaulustigen und Sympathisanten. Im Rahmen der Aktion kam es nur zu kleinen Rempeleien - sonst blieb es friedlich. Anekdoten am Rande: Ein Pizza- Bote versuchte vergeblich seine Bestellung auszuliefern. Ein Nachbar von der anderen Straßenseite ging angeln und unser MdB schaute vorbei.
Dieses Jahr hieß Sommerpause auch, dass der Sommer selber Pause machte. Die Touristophobiker werden ihn genossen haben: Nicht so viel Trubel zu sehen - und auch nicht so oft zu sehen, weil man nicht so oft draußen war.
Wer sich traute, kam auch an Regentagen zu schönen Bildern.
Okay, es gab auch ein paar klassisch schöne Tage:
Meine Freunde fern des besten aller Wrangelkieze triezen mich wegen des vielen Platzes, den die Natur in meinen Wanderungen ausmacht - also beginnen wir mit einer kurzen Zusammenfassung zum Thema: Herausragend war die Habicht(?)ernte. Gleich vier Jungvögel wurden mitten im Schlesischen Busch erfolgreich groß gezogen. BTW: Je öfter ich mir die Bilder ansehe (-> Kiezwanderer März'10), desto mehr bin ich überzeugt, dass das doch Bussarde und keine Habichte sind. Falls unter euch Lesern ein Vogelkundiger ist, kann der mich ja bitte mal aufklären!
In unserem Hof schaute auch mal einer (ein sicherer Habicht) vorbei. Bis eben dachte ich, dass es einer der obigen Jungvögel war...
Der offensichtliche Nachwuchs am Görlitzer Teich war diesmal nicht so zahlreich. Bei den Enten hat es wohl nur eine Reiherente bis zur Flügge geschafft. Warum seine Mutter vor ihm verschwand - und wohin - bleibt die Frage. Auch bei den unverwüstlichen Teichhühnern gab es einige Bruten, von denen aber wohl nicht mehr als ein Junges pro Brut überlebt hat. Ein Graureiher schaut nun öfter mal vorbei. Ob er es wohl auf die Frösche abgesehen hat, die in diesem Jahr wieder den Teich bevölkerten?
Als Anwohner fest etabliert hat sich inzwischen der Fuchs. Manchmal sieht man ihn nachts durch die Straßen flanieren. Gestern ist er 5m von mir die Cuvrystraße entlang gegangen - er korrekt auf dem Fußweg, ich zum Fotografieren auf der Straße. Wenn er nachts ruft, hat das schon etwas unheimliches - klingt in etwa so.
Die Wahlen stehen vor der Tür - und einige Wähler vor einem Problem. Obwohl die Grünen hier regelmässig schon fast ostzonale Ergebnisse einfahren, hat ihr Wirken in der Gegend ihnen keine neuen Freunde gebracht. Zu sehr scheint ihr grüner Anspruch und die Bürgernähe irgendwelchem Bücher- oder Expertenwissen gewichen zu sein. Die Umgestaltung des Görlitzer Teiches ist dafür ein gutes Beispiel. Aber welche Alternativen stehen zur Wahl? Als traditionell linkem Bezirk eher die rot-grüne Ecke. Ein erster Schritt zur Klarheit kann wahl-o-mat.de sein. Ein paar Plakate gibt es hier:
Schaue ich mir diese und die anderen Plakate an, so ragen für mich drei Parteien heraus 3- Die Partei: Knut wieder zu beleben oder keinen Quatsch mit Bier zu machen ist schon komisch. Zwei dieser drei würde ich als Spaß- Parteien bezeichnen. Woher die ihren Antrieb nehmen, ist mir allerdings rätselhaft. Es bedarf doch eines gewissen Aufwands, um auch einen kleinen Wahlkampf zu organisieren und auszustatten. Ernsthaft ein ernstes Thema unernst anzugehen kann doch nicht nur an der Wahlkampfkostenrückerstattung liegen, oder? Anyway - wählt was ihr wollt, nur bitte geht auf jeden Fall wählen! Ach ja - Plakate rechts der CDU sind hier im Kiez nicht zu finden.
Die 'Latschenklatscha'- Plakate habe ich nicht wirklich verstanden. "Latschenklatscha für..." klingt irgendwie mehr nach Stuttgart, als nach Berlin. Im Web werden die Bilder als Anti-Gentrifizierungs-Kampagne eingerastet. Ich behaupte einfach mal auf diesen Bildern keine KiezUreinwohner zu sehen und frage einmal ganz ketzerisch:
Tja, in meinem Film bin ich der Star - und es ist schon schwer vorstellbar, was die bereits eingesessenen Vormieter/Nachbarn dachten als man in den Kiez zog. Kleiner Tipp: Gerufen hatten sie uns nicht! Zum Schluss noch ein Bild zur öffentlichen Kommunikation.
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